Bäume umgeben uns überall, ob im Wald, im eigenen Garten oder im Stadtpark. Gerade im Sommer hält man es in der Innenstadt ohne sie kaum aus.
Doch Hitze, Trockenheit, Stürme und Überschwemmungen machen auch den Bäumen zu schaffen. Viele heimische Baumarten leiden sehr stark unter dem Klimawandel. Ein Beispiel ist die (eigentlich für ihre Hitze-Beständigkeit bekannte) Waldkiefer – Pinus sylvestris. Steigende Sommertemperaturen mit gleichzeitiger Abnahme des Niederschlags sorgen für schwierige Bedingungen, was dafür sorgt, dass die bereits geschwächten Bäume anfälliger für tierische und pilzliche Schaderreger werden. Besonders gravierend sind inzwischen die Folgen des Pilzes Sphaeropsis sapinea, der das Kiefern-Triebsterben auslöst und ganze Landstriche prägt. Um diesem Biodiversitätsverlust im Forst, aber auch in der freien Landschaft und dem städtischen Raum entgegenzuwirken, werden vermehrt Bäume und Sträucher gepflanzt, die eine hohe Toleranz gegenüber Hitze und Trockenheit aufweisen. In diesem Zusammenhang wird häufig der Begriff „Klimaresilienz“ verwendet.
Klimaresiliente Gehölze/Bäume haben eine Toleranz gegenüber Frost, Hitze und Trockenheit und sind außerdem unempfindlich gegenüber Wetterextremen. Besonders in Städten müssen Bäume zusätzlich noch tolerant gegenüber Streusalz, eingeschränktem Wurzelraum, geringe Sonneneinstrahlung und Luftverschmutzung sein.
Beispiele dafür sind:
Ein Großteil der Klimabäume sind Neophyten, also Arten die nach 1492 in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie ursprünglich nicht vorkamen.
Ein heimischer Klimabaum ist die Zitterpappel, die dieses Jahr der „Baum des Jahres“ ist.

Baum des Jahres 2026
Zitterpappel (Populus tremula)
Seit 1989 wird jedes Jahr ein „Baum des Jahres“ bestimmt, welcher an Bekanntheit dazugewinnen soll. Dabei spielen die Kriterien Gefährdung, Krankheit, Seltenheit und Bedeutung im Klimawandel und für Menschen eine Rolle.
Für das Jahr 2026 ist das die Zitterpappel (Populus tremula). Die meisten werden sie von der Redewendung „die zittert wie Espenlaub“ kennen. Denn Spitznamen für die Zitterpappel sind Espe oder Aspe. Die charakteristischen herzförmigen Blätter „zittern“ im Wind, daher kommt auch das Sprichwort.
Verbreitet ist sie in (fast) ganz Europa, Asien und im nördlichen Afrika. Zu den Besonderheiten zählen eine schnelle Besiedelung auf offenen Flächen und das weit verzweigte Wurzelsystem. Außerdem bietet die Zitterpapel einen Wohnraum für z.B. Spechte und eine Futterquelle für rund 60 Schmetterlingsarten.
Die Zitterpappel gilt als trockenheitstolerant und kann sich durch Wurzelausläufer schnell verbreiten, was besonders nach Stürmen oder Bränden von Vorteil ist.
Bild: adobe stock
Kontaktmöglichkeit
Bei weiteren Fragen und rund um das Thema Klimaanpassung an der FAU wenden Sie sich gerne an unsere Klimaanpassungsmanagerin Zoe Pickl (zoe.pickl@fau.de).
