Mit dem Radl zur Uni

Auf dem Foto sind in einer Reihe aufgestellte Fahrräder zu sehen. Im Hintergrund stehen unscharf zwei Menschen.
Fahrradflohmarkt an der Wiso. Bild: FAU/Giulia Iannicelli

Wir wollen den Radverkehr an der FAU stärken und fahrradfahren noch attraktiver gestalten – und haben dafür ein Förderprojekt bei der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) eingeworben. In den kommenden vier Jahren fließen somit mehr als eine Million Euro in die Umsetzung eines breiten Maßnahmenbündels zur Verbesserung der Radinfrastruktur an der FAU.

Geplante Maßnahmen

An 31 FAU-Standorten verteilt auf die Städte Erlangen, Nürnberg und Fürth soll eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehören einerseits infrastrukturelle Maßnahmen, wie z.B. überdachte Fahrradstellplätze, Fahrradanlehnbügel, Duschräume oder auch Fahrrad-Reparatursäulen.

Zusätzlich werden auch softe Maßnahmen wie die Ausstattung der Fahrradselbsthilfewerkstatt des FabLabs mit Werkzeug, die Bereitstellung von Informationsmaterial, die Anschaffung von E-Lastenrädern für einen klimaneutralen Transport oder ein interaktiver Fahrradselbsttest umgesetzt. Auch Giveaways wie Fahrradsattelschoner für FAU-Angehörige sind vorgesehen, für die bis zum 30.06.2026 noch ein Spruchwettbewerb geöffnet ist. Außerdem werden im Herbst 2026 und im Herbst 2029 weitere Mobilitätsbefragungen unter den FAU-Angehörigen für das Controlling durchgeführt.

Ziel des Förderprojekts

Mit fast einem Drittel der Treibhausgas(THG)-Emissionen macht der Pendelverkehr an der FAU einen großen Anteil in der Treibhausgasbilanz aus. Gemäß der Mobilitätsbefragung aus dem Jahr 2023 können sich jedoch jeweils ein Viertel der Studierenden und Beschäftigten, die bislang den motorisierten Individualverkehr (MIV: PKW, Motorrad etc.) nutzen, einen Umstieg auf den Umweltverbund (Fuß- und Radverkehr, ÖPNV) vorstellen, wenn entsprechend attraktivitätssteigernde Maßnahmen umgesetzt werden. Mit der Umsetzung des Förderprojektes wollen wir hierfür die ersten Schritte gehen und konkret einige wichtige im FAU-Mobilitätskonzept erarbeitete Maßnahmen für das Handlungsfeld Fahrrad umsetzen. Damit zahlt die Förderung auch auf die weitere Umsetzung der Masterplanung für den Campus Erlangen Süd ein.

Nach Fertigstellung des geplanten Maßnahmenbündels wird eine Verlagerung von 3% aller bislang mit dem MIV absolvierten Personenkilometer auf das Fahrrad angenommen, was einer Reduktion der THG-Emissionen um 325 Tonnen pro Jahr entspricht. Unter den Beschäftigten könnte eine Steigerung der Radfahrenden um bis zu 7% möglich sein.

Also packen wir’s an und radeln gemeinsam in einer grünere Zukunft!


Hintergrund zu den THG-Emissionen der FAU

Trotz Flächenzuwachs, steigender Anzahl FAU-Angehöriger und energieintensiver Anwendungen, wie dem Hochleistungsrechnen, arbeitet die FAU an der Reduktion der THG-Emissionen. Die FAU hat sich ambitionierte Emissionsreduktionsziele gesetzt und vollzieht ein jährliches Controlling (THG-Bilanz*) (Basisjahr für die Emissionsentwicklung ist 2022 (1. THG-Bilanz):

  • THG-Neutralität in Scope 1 und 2 bis 2035
  • -15% in Scope 3 bis 2040

Erfolge der Jahre 2022-2024

  • Reduktion des Strom- und Wärmeverbrauchs pro Fläche
  • Reduktion des Energieverbrauchs pro Kopf
Verbrauch pro Fläche202220232024
Strom [kWh/m2]1019497
Wärme [kWh/m2]127117117
Verbrauch pro FAU-Angehöriger Person202220232024
Energie gesamt [kWh/Pers.]3.0432.8892.918

Ergebnisse der THG-Bilanzen 2022-2024

  • THG-Emissionen pro Fläche bleiben konstant bei 0,07 t CO2-Äquivalente / m²
  • THG-Emissionen absolut: Anstieg** (durch Pandemieeffekt und geänderte Methodik)
THG-Emissionen202220232024
Gesamt [t CO2e/a]44.33149.99050.157

*Die jährliche THG-Bilanz der FAU wird analog zu den anderen bayerischen Hochschulen erstellt. Die Bilanzierung erfolgt in Konformität zum Greenhouse Gas Protocol, u. a. mittels Emissionsfaktoren des Umweltbundesamts.

**Unvollständige Vergleichbarkeit der Ergebnisse: Unterbewertete Emissionsmenge 2022 aufgrund pandemiebedingt geringerer Flugdienstreisetätigkeiten; Höhere Emissionsmenge 2023 und 2024 aufgrund methodischer Korrekturen und angepasster Emissionsfaktoren.


Fördermittelgeber

Die Finanzierung des Maßnahmenbündels zur Stärkung des Radverkehrs an der FAU erfolgt unter anderem auf Basis einer Förderung im Rahmen der Kommunalrichtlinie. Nachfolgend finden Sie alle relevanten Informationen zur Förderung.

Logos des "Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit" und der "Nationalen Klimaschutzinitiative" mit dem Text "Gefördert augrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages".
Foto: BMUKN, NKI.
Logos des „Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit“ und der „Nationalen Klimaschutzinitiative“.
  • Titel: NKI: Klimaschutz an der FAU durch Förderung des Radverkehrs (FAUKliRa)
  • Förderkennzeichen: 67KBR0188
  • Laufzeit: 1. April 2026 bis 31. März 2030
  • Förderquote: 75%