An der FAU fällt eine große Menge und sehr unterschiedlicher Müll an. Das jährliche Abfallaufkommen liegt bei insgesamt ca. 1.400 t, wobei sich zwischen den verschiedenen Gebäuden und Einrichtungen deutliche Unterschiede ergeben können. Die Entsorgung erfolgt bereits heute im Sinne einer umweltfreundlichen Müllsammlung nach 31 verschiedenen Abfallschlüsselnummern und ca. 70 % gehen nicht als Abfall zur Beseitigung in die Verbrennung.
Für alle Standorte und Gebäude gilt zudem die grundsätzliche Bestrebung, möglichst eine Trennung der vier hauptsächlich anfallenden Müllfraktionen Restmüll, Altpapier, Verpackung/Plastik und Biomüll zu gewährleisten. Da dieses Vorgehen nicht flächendeckend umsetzbar ist, wird der Müll an der FAU entsprechend der folgenden drei Verfahren getrennt bzw. verwertet:
In einem Teil der Gebäude der FAU erfolgt die Mülltrennung analog zum Verfahren im privaten Bereich nach den o. g. vier geläufigen Fraktionen. Ob eine solche Trennung überhaupt möglich ist, obliegt jedoch nicht allein der Entscheidung der FAU, sondern erfolgt in Absprache mit der Stadt, die die Abholung des Müllaufkommens koordiniert. Im Bereich der Büros wird der Müll oftmals gemäß der vier Fraktionen getrennt. Diese vorgegebene Mülltrennung wird dann auch in den Dienstleistungsverträgen mit den Reinigungsunternehmen festgehalten. Ein konkretes Beispiel für dieses Vorgehen ist das neue Gebäude der zentralen Universitätsverwaltung in der Freyeslebenstraße 1. Hier erfolgt die Vierfachtrennung in den Teeküchen durch die Nutzenden, für Altpapier stehen zudem Mülleimer in den Büros bereit. Die Leerung erfolgt schließlich durch den Reinigungsdienstleister – kostensparend turnusmäßig nur noch einmal wöchentlich in den Büros und einmal täglich in den Teeküchen.
Wichtig: Damit diese Art der Trennung wirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft ist und Wertstoffe recycelt werden können, muss die Trennung korrekt erfolgen. V.a. in vielen öffentlichen Bereichen hat das in der Vergangenheit leider nicht geklappt und es kam vielfach zu Fehlwürfen, d. h. einer Vermischung der Fraktionen.
Als Reaktion auf die hohen Fehlwurfquoten hat sich die FAU schon vor Längerem und ähnlich wie z. B. die Deutsche Bahn entschieden, in vielen Bereichen auf die Sammlung von sog. Abfall zur Verwertung (AzV) umzustellen. Unter diese Bezeichnung fallen „alle Abfälle, die wiederverwendet, recycelt oder anderweitig weiterverarbeitet werden können, um daraus neue Produkte herzustellen oder Energie zu gewinnen. Dies können beispielsweise Papier, Plastik, Metall oder organische Abfälle wie Speisereste oder Gartenabfälle sein. Im Gegensatz zu Abfall zur Beseitigung, der auf Deponien gelagert oder verbrannt wird, wird Abfall zur Verwertung in speziellen Anlagen behandelt und wiederverwendet.“[1]
Für viele Fälle an der FAU bedeutet das: Die Mülltrennung muss nicht mehr unter dem Risiko von Fehlwürfen durch die Nutzenden selbst erfolgen, sondern der Müll wird als AzV gesammelt und anschließend von den Entsorgungsunternehmen sortiert. Durch die vermiedenen Fehlwürfe kann somit ein größerer Anteil der Abfälle an der FAU wiederverwendet, recycelt oder weiterverarbeitet werden. Monetär führte dieses Vorgehen in der Vergangenheit und womöglich auch in Zukunft sogar zu geringerem Aufwand, als die Trennung in vier Fraktionen. Lediglich aktuell ergibt sich aufgrund der unterschiedlich konsequenten Weitergabe des CO2-Preises an die müllverursachenden Betriebe geringe Mehrkosten für die FAU.
[1] https://www.schwarz-rohstoff.de/abfall-zur-verwertung/
Eine vollständige Umstellung auf AzV ist aufgrund logistischer Vorgaben der Stadt sowie Vorgaben aus der Gewerbeabfallverordnung und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes leider nicht möglich. Somit verbleibt immer ein gewisser Anteil an Abfall zur Beseitigung (AzB), der in den meisten Fällen verbrannt wird. Aktuell gibt es daher noch ein paar Bereiche, in denen weder Vierfachtrennung noch AzV praktiziert werden kann. Die Abteilung Gebäudemanagement der FAU steht als zuständige Einheit für die Abfallentsorgung regelmäßig im Austausch mit der Stadt und setzt sich für eine Optimierung ein. Immerhin wird auch dieser Abfall nicht auf Deponien verbracht, sondern durch thermische Verwertung der Energieerzeugung zugeführt.
Weitere Infos zum Thema Abfall gibt es auch auf der Intranetseite des Referats G6.
FAQs zur Mülltrennung
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Sie möchten in Ihrem Gebäude auf „Trennung nach vier Fraktionen“ umstellen? Dann kontaktieren Sie bitte das Referat G6. Dort wird Ihre Anfrage u. a. aus logistischen Gesichtspunkten auf Umsetzbarkeit geprüft.
Referat G6 – Operativer Umweltschutz und Technische Anlagensicherheit
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Stefanie Alex
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Vanessa Decker
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Peter Fritz Heymann
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Seda Hovhannisyan
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Doris Leidel
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Referat G5 – Kaufmännisches Gebäudemanagement
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Siehe Abfallleitfaden – Link einfügen!